Allgemeine Argumente und unsere Antworten

Negative Auswirkungen auf die Natur werden heruntergespielt

„Grün bleibt grün”
In Wirklichkeit sind 40 Hektar Wald und wertvolle Biotope verschwunden, siehe

 „Das Gelände ist doch schon versiegelt.“
Ein Drittel der Fläche besteht aus Wald, Baumgruppen und Magerrasen. Darüber hinaus sind die Umweltauswirkungen aufgrund der enormen Zunahme des Verkehrs auf die umliegenden Naturgebiete sehr hoch. Sogar die Natur auf dem Meinweg entwickelt sich durch die Zunahme der Stickstoffemissionen zurück, siehe

 „Es ist doch nur ein kleiner Teil der Gesamtfläche betroffen.“
Das Argument klingt harmlos, ist aber irreführend.
Der ehemalige Flughafen umfasst rund 880 Hektar – doch der Großteil davon steht ohnehin bereits unter Schutz. Diese Flächen sind gar nicht zur Bebauung vorgesehen.Entscheidend ist nicht die Gesamtfläche, sondern welche Natur verloren geht: genau dort, wo ökologisch wertvoller Lebensraum zerstört wird.

Der Vergleich mit der Gesamtfläche verschleiert den tatsächlichen Schaden.
So zu argumentieren ist ähnlich absurd wie zu behaupten: „Der Verlust von 40 Hektar Wald ist bedeutungslos, weil es ja noch den Amazonas gibt.“

Übrigens sind es nicht nur die Auswirkungen auf den Standort selbst. Es wird eine Erweiterung der Kläranlage im Schwalmtal geben, eine zusätzliche Anschlussstelle an die A52 und eine enorme Zunahme des Verkehrs, siehe

 „Der Flughafen war doch schon ein militärisch genutztes Areal.“
Die militärische Nutzung ist beendet, viele Flächen haben sich ökologisch erholt und sind heute wertvoller Lebensraum. Außerdem ist das Gebiet ein wesentlicher Bestandteil des größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebietes in NRW, siehe

 „In Elmpt gibt es ohnehin viel Wald “
Aber das gilt sicher nicht für den größten Teil des Kreises Viersen und des Landes NRW. Wir sollten also auch für die andere Gemeinde vorsichtig sein,  siehe

 „Naturverlust wird vollständig kompensiert“
Die Wahrheit: Ausgleichsflächen sind kleiner und haben selbst bereits einen hohen ökologischen Wert. Außerdem wurden bei den Kompensationsberechnungen versiegelte Flächen fälschlicherweise doppelt angerechnet, um den Verlust schöngerechnet erscheinen zu lassen.
Noch schlimmer: Auf Teilen dieser Flächen sind Windkraftanlagen geplant – direkt im oder am Vogelschutzgebiet. Diese erzeugen zusätzlichen Lärm, Schattenwurf und Kollisionsrisiken für geschützte Arten. So werden die Kompensationsflächen selbst wieder massiv entwertet, siehe

 „Die Niederländer haben in der Vergangenheit das Industriegebiet Heide-Roerstreek direkt an den Meinweg gebaut.“
Leider ja – und die niederländische Regierung investiert heute Millionen, um die Schäden zu verringern. Zwei Fehler machen es nicht besser, siehe

 „Die Windräder stehen nur auf der Start- und Landebahn.“
Diese liegt im Vogelschutzgebiet. Auch dort verursachen Windräder Lärm, Schattenwurf und Vogelkollisionen, siehe

 “Das gezeigte Bild mit den eingezeichneten Hallen ist nicht korrekt”, siehe
Das Foto stammt vom Oktober 2024, allerdings sind inzwischen 40 ha des Waldes gerodet worden und sehen nun so aus (Google Earth gleiche Position, siehe). Der Entwurf der Hallen basiert auf dem Nutzungsplan 28.04.2021 und ist als Richtwert zu verstehen, da sich die genaue Ausfüllung noch ändern kann.

Greenwashing

 „Das ist ein Vorbild für Deutschland und Europa.“
Ein Vorbild zerstört keine Natura-2000-Gebiete und verstößt nicht gegen EU-Naturschutzrecht. Zudem droht durch Stickstoffeintrag auch dem niederländischen Nationalpark Meinweg erheblicher Schaden.

 „Windkraft ist doch umweltfreundlich.“
Grundsätzlich ja – aber nicht mitten im oder am Vogelschutzgebiet. Dort gefährden Rotoren geschützte Arten und mindern den Wert von Ausgleichsflächen.zu groß ist. Das ist keine Übertreibung, sondern eine juristische Einschätzung.

 „Das Gebiet wird energieautark und CO
-frei.“
 Das ändert nichts daran, dass wertvolle Natur verloren geht. Klimaschutz darf nicht gegen Artenschutz ausgespielt werden.

„Klimaneutrale Energie direkt vor Ort“
– das klingt gut, verschweigt aber den Preis:
Die geplanten Windkraftanlagen sollen im Vogelschutzgebiet auf der ehemaligen Start- und Landebahn errichtet werden.
Das bedeutet zusätzlichen Lärm, Schattenwurf und ein hohes Kollisionsrisiko für geschützte Vogelarten. Klimaschutz darf nicht auf Kosten der Artenvielfalt gehen

Nachhaltiger Gewerbe- und Energiepark“ – ohne echte Schutzmaßnahmen nur Greenwashing.

Alternativen und Beschäftigung

„Ihr seid doch nur gegen alles – was ist eure Alternative?“
Wir sind nicht gegen Entwicklung, sondern für eine verträgliche Entwicklung. Unsere Ziele:

  1. Keine Megahallen und keine neue Autobahnausfahrt im Wald – die Natur ist keine Betonreserve.
  2. Keine Erweiterung der Kläranlage Schwalmtal – zusätzliche Belastungen würden die Region überfordern.
  3. Wachstum nur innerhalb der Umweltnormen – für Lärm, Luft, Licht, Stickstoff und Grundwasser.
  4. Begrenzung der Hallenhöhe – bessere Integration in die Landschaft und Schutz für Vögel.
  5. Keine Windkraftanlagen im Vogelschutzgebiet – Klimaschutz darf nicht gegen Artenschutz ausgespielt werden.

Damit zeigen wir: Entwicklung ist möglich – aber nur im Einklang mit Natur, Gesundheit und Lebensqualität.

 „Es gibt keine Alternative zu diesem Standort.“
Doch – bestehende Gewerbeflächen in der Region sind verfügbar, gut ange Es gibt keinen Zwang für diesen Standort – bestehende Gewerbeflächen könnten genutzt werden, ohne wertvolle Natur zu zerstören,
siehe

Die vorgelegte Leerstandserhebung in anderen Gewerbebetrieben is nicht geeignet, die planerische Erforderlichkeit des Bebauungsplans in Frage zu stellen
„Die Gemeinde behauptet, unsere Karte und Übersicht sei unbrauchbar, weil wir nicht jedes Detail nach dem Städtebaurecht sortiert haben. Doch das lenkt vom Kern ab: Es gibt genügend Alternativflächen, die Natur und Landschaft nicht zerstören würden. Wer diese ignoriert, verletzt das Prinzip der Alternativenprüfung – und riskiert einen klaren Verstoß gegen EU-Naturschutzrecht.“

“Wenn die Gemeinte unsere Analyse für unzureichend hält, warum veröffentlicht sie dann nicht selbst eine unabhängige Studie über alternative Flächen?”

 „Mehr Gewerbe stärkt die Gemeindefinanzen.“
Kurzfristig vielleicht – langfristig drohen Kosten durch Umweltzerstörung, Verlust von Tourismus und mögliche EU-Vertragsverletzungsverfahren.

 „Das Projekt wurde doch demokratisch beschlossen.“
Demokratische Entscheidungen müssen auch geltendes Recht respektieren – und das Gericht hat erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit festgestellt.

 „Ihr seid gegen Arbeitsplätze.“
Nein – wir wollen Arbeitsplätze, aber an Standorten, die keine Natura-2000-Gebiete zerstören. Bestehende Flächen bieten genug Potenzial.

Einmalige Chance für Niederkrüchten“
Chancen ja, aber nicht auf Kosten unserer Zukunft.

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